Vier Dozenten der JGU mit dem Lehrpreis Rheinland-Pfalz ausgezeichnet

Verleihung der Lehrpreise Rheinland-Pfalz und Ehrung der Gewinner im Exzellenzwettbewerb Studium und Lehre beim Tag der Lehre 2010

31.05.2010

Gute Noten von ihren Studentinnen und Studenten haben vier Dozenten der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) bekommen: Sie wurden am Montag von Doris Ahnen, Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, mit dem Lehrpreis des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet. Beim Tag der Lehre 2010 in der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz wurden außerdem die bereits bekannten Preisträger im Exzellenzwettbewerb Studium und Lehre geehrt. Hier war zum einen die Universitätsmedizin Mainz mit ihrem Wettbewerbsbeitrag MINERVA, der Verbesserungen beim Praktischen Jahr anstrebt, erfolgreich, zum anderen hatte das Konzept zur strategischen Ausrichtung der Lehre und der Weiterentwicklung der Lehrkompetenz der Universität Mainz die Zustimmung der Jury gefunden.

"Diese Auszeichnungen sind eine besondere Anerkennung für die einzelnen Dozenten und für die Universität insgesamt", teilte der Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Prof. Dr. Georg Krausch, dazu mit. "Sie zeigen, dass wir der Lehre auf allen Ebenen große Bedeutung einräumen, angefangen bei der einzelnen Vorlesung bis zum umfassenden Strategiekonzept. Besonders gratulieren möchte ich heute aber den ausgezeichneten Dozenten, deren persönlicher Einsatz und deren Engagement diesen Erfolg erst möglich machen."

Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur hat im Rahmen des Hochschulprogramms "Wissen schafft Zukunft" 2005 zum ersten Mal die Lehrpreise Rheinland-Pfalz ausgelobt. Damit werden Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer individuell für besonders gute Lehrveranstaltungen ausgezeichnet. Die Preise sind jeweils mit 10.000 Euro dotiert. Die Gewinnerinnen und Gewinner werden nach einem Ranking ermittelt, das der Hochschulevaluierungsverbund anhand der Auswertung von Hörerbefragungen erstellt. Auf den verwendeten Fragebögen können die Studentinnen und Studenten besuchte Veranstaltungen, wie beispielsweise eine Vorlesung, beurteilen und benoten, indem sie zu etwa 30 einzelnen Punkten ihre Wertung abgeben.

Ausgezeichnet wurden an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz in der Fächergruppe Mathematik und Naturwissenschaften, Ingenieurwissenschaften und Informatik sowie Medizin

  • Prof. Josef Leisen, Oberstudiendirektor
    Fachbereich Physik, Mathematik und Informatik
  • Prof. Dr. Manfred Lehn
    Fachbereich Physik, Mathematik und Informatik

Bei den Universitäten gingen in der Fächergruppe Gesellschafts-, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, Sport, Kultur-, Sprach- und Geisteswissenschaften sowie Theologie, Kunst und Musik Preise an

  • Dipl.-Geogr. Johannes Kessler
    Fachbereich Sozialwissenschaften, Medien und Sport
  • Dr. Dr. Hauke Brettel
    Fachbereich Rechts- und Wirtschaftswissenschaften

Beim ebenfalls jährlich stattfindenden Exzellenzwettbewerb "Studium und Lehre" des Landes Rheinland-Pfalz werden Projekte auf Fachbereichsebene und auf Hochschulebene prämiert. Mit dem Wettbewerb ist insbesondere das Ziel verbunden, innovative Projekte zu fördern, die aus dem Alltagsgeschehen herausragen und die Lehre voranbringen. Außerdem werden herausragende Lehrleistungen auf institutioneller Ebene ausgezeichnet. Die Preise sind jeweils mit bis zu 50.000 Euro verbunden.

Gewonnen hat der Wettbewerbsbeitrag MINERVA der Universitätsmedizin Mainz unter der Leitung von Prof. Dr. Christian Werner und Prof. Dr. Dr. Reinhard Urban, der das Ziel verfolgt, das häufig kritisierte Praktische Jahr (PJ) zu verbessern: Zu Beginn des PJ sollen die Mainzer Medizinstudierenden künftig einen interdisziplinären Kurs mit hohen Praxisanteilen und intensivem Training am anästhesiologischen Simulationszentrum und am Skills-Lab absolvieren. Erfolgreich war außerdem bei der Beurteilung auf Hochschulebene die JGU mit ihrem Konzept der strategischen Ausrichtung der Lehre und der Weiterentwicklung der Lehrkompetenz. Das Konzept umfasst die gesamte Hochschule mit ihren unterschiedlichen Fächerkulturen einschließlich einer systematischen Personalentwicklung, was die Jury besonders beeindruckt hat. Zudem hob die Jury die Kombination von bestehenden und neuen partizipatorischen Elementen in der Lehre als besonders innovativ hervor.