Auf Rekordniveau: 33.500 Studierende sind an Johannes Gutenberg-Universität Mainz eingeschrieben

Studierendenzahlen haben im Wintersemester 2003/04 den Höchststand in Geschichte der Universität erreicht

15.12.2003

Die Studierendenzahlen an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) haben ein neues Rekordniveau erreicht: 33.458 junge Frauen und Männer studieren im Wintersemester 2003/04 an der JGU. Zum Vergleich: Im Wintersemester 2002/03 waren 31.213 Studierende an der größten Hochschule in Rheinland-Pfalz eingeschrieben. Die Zahl der Erstsemester liegt dabei wenig unter Vorjahresniveau. 4.402 Studierende haben im Oktober ihr Studium an der Universität Mainz begonnen. Im Wintersemester 2002/03 waren es 4.664 Erstsemester. "Angesichts dieser Rekordmarken waren wir im Wintersemester zu erheblichen Zulassungsbeschränkungen gezwungen", erklärt der Präsident der JGU, Prof. Dr. Jörg Michaelis, "dennoch erzielten wir keinen deutlichen Rückgang bei den Erstsemestern, da die Studierenden auf die noch zulassungsfreien Studiengänge ausgewichen sind."

Den "Studierenden-Boom" führt der Präsident einerseits auf die demographische Entwicklung zurück. "Darüber hinaus motiviert aber auch die schlechte wirtschaftliche Gesamtsituation immer mehr Abiturientinnen und Abiturienten zum Studium, indem die Nachfrage nach Nachwuchskräften mit qualifizierter Ausbildung steigt," so Prof. Dr. Jörg Michaelis.

Diese hohe Nachfrage stellt für die Universität eine große Herausforderung dar, sind doch ihre Kapazitäten weder in der Lehre noch in der Studierendenverwaltung auf solche Zahlen ausgelegt. Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist auf eine Gesamtstudierendenzahl von rund 18.000 konzipiert. Mit derzeit über 33.000 Studentinnen und Studenten – eine Rekordmarke in der Geschichte der Hochschule – hat die Universität somit nominell einen Auslastungsgrad von rund 180 Prozent erreicht. Zudem hat sich gegenüber dem Jahr 1999 die Zahl der Erstsemester fast verdoppelt. Eine weitere Steigerung der Neuzulassungen ist entsprechend der Erhebungen des Statistischen Landesamtes zur Zahl der Schüler an Gymnasien zu erwarten.

Sonderprogramm zur Finanzierung der Hochschulen gefordert "Hier klafft somit eine immer breiter werdende Lücke zwischen finanzieller Ausstattung und Anforderungen an unser Studienangebot. Dennoch ist unser Anspruch, weiterhin Forschung, Lehre und wissenschaftliche Weiterbildung auf hohem Niveau zu halten und anzubieten", so der Präsident, "insofern begrüßen wird das 3-Millionen-Euro-Sofortprogramm, mit dem die Landtagsfraktionen von SPD und FDP die rheinland-pfälzischen Hochschulen unterstützen wollen. Das löst zwar nicht die bestehenden finanziellen Probleme der Hochschulen. Mit diesem Beschluss wird aber möglicherweise eine Trendwende in der Finanzierung von universitärer Bildung und Wissenschaft eingeleitet. Angesichts der voraussehbaren Entwicklung der nächsten Jahre sind Bund und Länder dringend aufgerufen, ein Sonderprogramm zur Finanzierung der Hochschulen aufzustellen. "