Wulf Vater-Dihydropyridine-Forschungspreis 2017 geht an Dennis Schade von der Universität Greifswald

Auszeichnung für Arbeiten zur medizinalchemischen Entwicklung von 1,4-Dihydropyridinen

02.03.2018

Die Wulf Vater-Stiftung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) ehrt Prof. Dr. Dennis Schade, Abteilung Pharmazeutische/Medizinische Chemie der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald mit dem Wulf Vater-Dihydropyridine-Forschungspreis 2017.

Der Wissenschaftler erhielt den Forschungspreis für seine Arbeiten zur medizinalchemischen Entwicklung von 1,4-Dihydropyridinen als neuartige Inhibitoren des Transforming Growth Factor Beta (TGF-beta) Signalwegs. Diese Substanzen stellen aufgrund ihres Wirkprofils einen vielversprechenden Ansatz zur Modulation von Stammzellen sowie fibrotischer Prozesse dar und sind damit für die Regenerative Medizin von Bedeutung.

Prof. Dr. Schade forscht und lehrt seit Oktober 2016 an der Universität Greifswald, an der er zum W2-Professor für Pharmazeutische Bioanalytik berufen wurde. Seine Forschungsinteressen sind im Bereich kardiovaskulärer Erkrankungen angesiedelt, wobei er an der Schnittstelle von Medizinischer Chemie und Chemischer Biologie an aktuellen Themen aus der Stammzellenforschung arbeitet.

Die jährliche Auslobung des Dihydropyridine-Forschungspreises wird über die 1996 durch Dr. Wulf Vater an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz errichtete Stiftung ermöglicht. Sie dient der Förderung der mit seinem wissenschaftlichen Lebenswerk untrennbar verbundenen Grundlagenforschung und der therapeutischen Anwendung der Dihydropyridine. Vater entwickelte zusammen mit dem Chemiker Dr. Friedrich Bossert vor mehr als 30 Jahren ein Präparat zur Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, das ein neues Zeitalter zur Behandlung dieser Erkrankungen eingeleitet hat.