Positive Bilanz für Förderprojekt "Brücken schlagen"

16 Schulen nehmen Angebot von wissenschaftlichen Vorträgen wahr

11.07.2003

Vor einem Jahr haben Staatsministerin Doris Ahnen, Dietmar Schmid, Vorstandsvorsitzender der BHF-Bank-Stiftung, der Mainzer Landtagsabgeordnete Klaus Hammer (SPD) und der Präsident der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz (JGU), Prof. Dr. Jörg Michaelis das Förderprojekt "Brücken schlagen – Wissenschaft in die Schulen" mit dem Ziel ins Leben gerufen, durch Vorträge von Wissenschaftlern bei Schülern das Interesse an Naturwissenschaften zu wecken. "Das Projekt ist ein weiterer Beitrag zur Öffnung von Schule und bereichert das Unterrichtsangebot eindeutig", lobt Bildungsministerin Doris Ahnen. Positiv bewertet die Ministerin, dass insgesamt 16 Schulen im näheren Umfeld der Universität Mainz das Angebot angenommen haben, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in die Schulen zu holen, und mehr als 2.000 Schülerinnen und Schüler an den Vorträgen teilgenommen haben. "Dies zeigt, wie attraktiv das Angebot auch aus Sicht der Schulen ist", unterstreicht Doris Ahnen.

Seit Dezember 2002 haben im Rahmen des Förderprojekts 30 Naturwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler der Universität ihre Brücken in die Klassenzimmer der Schüler geschlagen und zu 56 Themen ihres Arbeitsgebietes an Gymnasien in Mainz und Umgebung Vorträge gehalten. Gefragt waren dabei unter anderem Themen wie "Sterne im Weltraum", "Chemie in Lebensmitteln" oder "Stand der gentechnischen Anwendungen beim Menschen". Zu den Spitzenreitern unter den Vorträgen zählt der Fachbereich Chemie mit 19 Vorträgen, gefolgt von der Biologie mit 14 Vorträgen, der Medizin mit 9 Vorträgen und der Physik mit 8 Vorträgen. Weitere Vorträge kamen aus den Fachbereichen Geowissenschaften und Mathematik. "Ich bewundere das enorme Engagement unserer Wissenschaftler", erklärt der Kanzler der JGU, Götz Scholz, "insbesondere auch angesichts der Tatsache, dass die Wissenschaftler momentan mit der Ausbildung der größten Studierendenzahl, die die Universität jemals hatte, durchaus schon stark belastet sind."

Klaus Hammer gab als Initiator dieses Projektes seiner Freude Ausdruck und betonte "dass insgesamt rund 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Johannes Gutenberg-Universität Mainz mehr als 200 Vortragsthemen für das Förderprojekt 'Brücken schlagen – Wissenschaft in die Schule' angeboten haben, womit das Projekt nun fortgesetzt werden kann". Auch der Sponsor des Projekts, so Hammer, der die Reihe bisher mit 8.400 Euro finanzierte, will das Programm angesichts der großen Resonanz auch im kommenden Schuljahr 2003/2004 fortsetzen.

So betonte der BHF-Bank-Stiftungsvorstandsvorsitzender, Dietmar Schmid, daß nicht nur die große Resonanz von Seiten der Universität und den Schulen zu dem großen Erfolg des Projekts beigetragen hat. Erfreut war er besonders über die Tatsache, dass 70 Prozent der bisherigen Finanzierung wiederum den Schülern zugute kam, weil viele Wissenschaftler ihr Honorar den Schulen oder dem Nat-Lab spendeten. Dass im Vergleich mit den hessischen Erfahrungen das Mainzer Modell besonders gut abgeschnitten hat und somit eine Vorbildfunktion einnimmt, freute den Vorstandsvorsitzenden besonders.