Land Rheinland-Pfalz unterstützt neues Nachwuchsförderprogramm CONNECT mit 600.000 Euro

Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern am Mainzer Forschungszentrum für Psychische Gesundheit (MZPG) im Bereich "Prävention und Behandlung von psychischen Erkrankungen"

08.10.2020

PRESSEMITTEILUNG DES MINISTERIUMS FÜR WISSENSCHAFT, WEITERBILDUNG UND KULTUR RHEINLAND-PFALZ

Mit rund 600.000 Euro unterstützt das Wissenschaftsministerium den Aufbau des neuen Nachwuchsförderprogramms CONNECT am Mainzer Forschungszentrum für Psychische Gesundheit (MZPG) bis September 2022. Ziel ist die Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern im Bereich "Prävention und Behandlung von psychischen Erkrankungen". Dadurch wird die erfolgreiche Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in den Nachwuchsförderinstrumenten von Universität und Universitätsmedizin weiter ausgebaut.

"Das neue Nachwuchsförderprogramm ist ein weiteres, wichtiges Element, die Forschung zur psychischen Gesundheit in Mainz zu stärken und junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in die weitere Forschungsarbeit des neurowissenschaftlichen Forschungsverbundes einzubeziehen. Durch eine gelungene Nachwuchsförderung kann auch langfristig die hohe wissenschaftliche Qualität am Standort erhalten und aus-gebaut werden", so Wissenschaftsminister Prof. Dr. Konrad Wolf.

"Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist ein zentrales Anliegen von Universität und Universitätsmedizin gleichermaßen", betont der Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU), Prof. Dr. Georg Krausch. "Daher begrüßen wir die Zusage von Landesmitteln für CONNECT, das als Nachwuchsförderprogramm jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern Forschungskooperationen und Vernetzungsmöglichkeiten im interdisziplinären Bereich der Neurowissenschaften eröffnet."

Der Wissenschaftliche Vorstand der Universitätsmedizin Prof. Dr. Ulrich Förstermann erläutert: "CONNECT wird in die etablierten Programmstrukturen der Mainz Research School of Translational Biomedicine (TransMed) eingebettet. Unter dem Dach von TransMed steht den an CONNECT beteiligten jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ein umfangreiches Angebot an fachspezifischen und übergeordneten wissenschaftlichen Veranstaltungen und Workshops sowie Möglichkeiten zur interdisziplinären Vernetzung mit Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern anderer Fachgebiete zur Verfügung."

Prof. Dr. Manfred Beutel, Direktor der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie und Leiter des MZPG, ergänzt: "Wir freuen uns sehr, dass diese Förderung jungen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ermöglicht, ein eigenständiges wissenschaftliches Profil innerhalb des MZPG zu entwickeln und durch Einwerbung weiterführender Drittmittel eine eigene Arbeitsgruppe aufzubauen. Dass wir sie somit von ihrer klinischen Tätigkeit freistellen können, eröffnet Kolleginnen und Kollegen in der klinischen Weiterbildung ganz neue Perspektiven, Klinik und Wissenschaft zu verbinden."

Das Förderprogramm CONNECT richtet sich sowohl an Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler am MZPG, die in der klinischen Weiterbildung verortet sind, als auch an nicht klinisch tätige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Gefördert werden Vorhaben, bei denen Forschungsergebnisse in die praktische Anwendung überführt werden und die Verbindungen zur Forschung am Leibniz-Institut für Resilienzforschung (LIR) herstellen. Die ersten fünf Förderungen beschäftigen sich mit Themen wie Stresswirkungen auf die Herzfunktion, Stressreaktionen und Belohnungssysteme, Ursachen von Suizidalität, den Wirkmechanismen von Antidepressiva und Stimmungsregulation bei Patienten mit ADHS.

Bestandteil der Nachwuchsförderung sind ein Mentoring- und Weiterbildungsprogramm für die geförderten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Zwei Mentorinnen bzw. Mentoren aus dem MPZG begleiten kontinuierlich jede Programmteilnehmerin bzw. jeden Programmteilnehmer beratend. Ein strukturiertes Weiterbildungsprogramm in Kooperation mit TransMed zielt auf die Weiterentwicklung fachspezifischer Kenntnisse sowie die Qualifizierung für Führungsaufgaben und Drittmitteleinwerbung.