Erasmus+ unterstützt Umsetzung des ambitionierten Programms FORTHEM NEXUS mit rund 7,2 Millionen Euro
09.07.2026
Die europäische FORTHEM-Allianz hat mit ihrem Projekt "FORTHEM NEXUS – Nurturing Excellence and Talent through Exchange with Universities and Society" in der aktuellen Ausschreibungsrunde der European Universities Initiative (EUI) überzeugt und wird ab November 2026 für weitere 24 Monate durch Erasmus+ gefördert. Ziel der seit 2019 bestehenden Allianz aus zunächst sieben, mittlerweile neun europäischen Partnerhochschulen, darunter die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU), ist der weitere Ausbau der europäischen Zusammenarbeit mit der Vision eines nachhaltigen, transnationalen gemeinsamen Campus. Zudem trägt die aktuelle Förderung dazu bei, bestehende Projekte und Vorhaben von FORTHEM noch stärker im akademischen Alltag der Partneruniversitäten zu verankern.
Insgesamt hatten sich 37 europäische Hochschulallianzen im Rahmen der European Universities Initiative um diese zweijährige Förderung beworben. Wie die EU heute bekanntgegeben hat, werden in dieser Runde 20 Allianzen gefördert. Unter den ausgewählten Allianzen sicherte sich FORTHEM erfolgreich eine Förderung für die neue Projektphase.
Für die Umsetzung des ambitionierten Programms "FORTHEM NEXUS" erhält die Allianz in den kommenden zwei Jahren rund 7,2 Millionen Euro. Damit entwickelt sich die erfolgreiche projektbasierte Zusammenarbeit zu einem dauerhaften, nachhaltigen und institutionell verankerten Modell einer europäischen Universität.
Stärkung des europäischen Bildungsraums
Die European Universities Initiative ist ein zentraler Baustein des Europäischen Bildungsraums. Seit dem Start der Initiative im Jahr 2019 wurden in fünf Förderrunden 65 europäische Hochschulallianzen mit mehr als 570 Hochschulen in 35 Ländern ausgewählt. FORTHEM war eine der ersten 17 Allianzen, die von der EU gefördert wurden, und hat bislang in zwei Förderphasen von 2019 bis 2022 sowie von 2022 bis 2026 den Weg für die heutige umfassende Zusammenarbeit geebnet.
Mit der wertvollen Erfahrung der bisherigen erfolgreichen Zusammenarbeit tritt FORTHEM nun in eine neue Phase ein, die auf Konsolidierung, Ausbau und langfristige Nachhaltigkeit ausgerichtet ist. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung eines transnationalen Campus als zentrales Element der FORTHEM-Strategie bis 2030.
FORTHEM NEXUS im universitären Alltag
FORTHEM NEXUS ist Teil einer langfristigen strategischen Zusammenarbeit zwischen neun europäischen Universitäten: Neben der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) zählen die Université de Bourgogne in Frankreich, die Jyväskylän yliopisto in Finnland, die Uniwersytet Opolski in Polen, die Università degli Studi di Palermo in Italien, die Latvijas Universitāte in Lettland, die Universitat de València in Spanien sowie seit 2022 die Universitatea Lucian Blaga din Sibiu in Rumänien und die Universitetet i Agder in Norwegen zu den Mitgliedshochschulen der Allianz, die eine enge Vernetzung von Lehre, Forschung und Zusammenarbeit mit externen Akteuren fördert.
Im kommenden Förderzeitraum möchte die Allianz ihre Angebote noch fester im akademischen Alltag verankern und für Studierende und Mitarbeitende leicht zugänglich, verlässlich und inklusiv machen. Folgende Vorhaben stehen im Mittelpunkt:
- die systematische Integration von Internationalisierung und Mobilität in Curricula und Studienverläufe;
- der Ausbau von Innovationen in der Lehre und die Entwicklung akademischer Kompetenzen als gemeinsame Praxis in der gesamten Allianz;
- die weitere Stärkung von Unterstützungsstrukturen für Forschende in frühen Karrierephasen sowie der nachhaltige Ausbau von Forschungszusammenarbeit innerhalb der Allianz;
- die Stärkung der gesellschaftlichen Wirkung von FORTHEM durch Initiativen in den Bereichen demokratische Resilienz, Unternehmertum und gesellschaftliches Engagement – in enger Zusammenarbeit mit externen Partnern.
Mit "FORTHEM NEXUS – Nurturing Excellence and Talent through Exchange with Universities and Society" soll die strukturelle Integration der Partneruniversitäten gefördert werden, indem gemeinsame Strukturen, Unterstützungsangebote und Kooperationsprozesse sowie erfolgreiche FORTHEM-Formate innerhalb der Allianz weiterentwickelt werden. So leistet FORTHEM NEXUS einen Beitrag zum Ausbau und zur Stärkung des Europäischen Hochschul- und Forschungsraums, indem integrierte transnationale Wege für Lernen, Forschung, Talententwicklung und gesellschaftliches Engagement geschaffen werden.
Mehr Gestaltungskraft durch Kooperation und Innovation
Da immer mehr Studierende von den Angeboten der FORTHEM-Allianz profitieren und sich aktiv beteiligen, erweitert die Allianz ihre Programme für Mobilität, gemeinsames Lernen und internationale Zusammenarbeit. Dank der neuen Förderung kann FORTHEM
- erfolgreiche Allianz-Formate an den Partneruniversitäten weiter ausbauen,
- Mobilitäts- und Kooperationsmöglichkeiten für Studierende, Forschende und Mitarbeitende erweitern,
- gemeinsame Strukturen für eine nachhaltige transnationale Zusammenarbeit stärken,
- neue gemeinsame Projekte und Vorhaben mit externen Partnern auf den Weg bringen, etwa in den Bereichen KI, Demokratie, Unternehmertum und gesellschaftliches Engagement,
- neue Initiativen in den Bereichen Mehrsprachigkeit, Künstliche Intelligenz, Demokratie und Unternehmertum auf den Weg bringen, ergänzt durch Leuchtturmaktivitäten wie die Democracy Week und Innovationsprogramme.
Auf dem Weg zu einem nachhaltigen europäischen Universitätsmodell
FORTHEM NEXUS ist ein wichtiger Schritt hin zu einer dauerhaften und resilienten europäischen Hochschulallianz, in der gemeinsame Governance-Strukturen, Standards und Kooperationsinstrumente in der institutionellen Praxis verankert werden. Zudem will die Allianz bis 2028 gemeinsame Forschung, Studienwege und Zusammenarbeit mit externen Partnern weiter stärken und transnationale Kooperation fest im akademischen Leben in Europa verankern.
Über FORTHEM
Die FORTHEM-Allianz – kurz für "Fostering Outreach within European Regions, Transnational Higher Education and Mobility" – wird seit 2019 als europäische Hochschulallianz von der Europäischen Kommission gefördert. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, durch Zusammenarbeit in Lehre, Forschung und Innovation zur Entwicklung einer kreativen, verantwortungsbewussten und engagierten nächsten Generation europäischer Bürgerinnen und Bürgern beizutragen.
Die FORTHEM-Allianz vereint neun Universitäten in ganz Europa und wird von mehr als 60 assoziierten Partnern unterstützt, darunter regionale Behörden, Unternehmen, NGOs und Forschungseinrichtungen. Die Zusammenarbeit umfasst rund:
- 230.000 Studierende,
- 2.500 Doktorand:innen
- 19.000 Wissenschaftler:innen und Lehrende sowie
- 17.000 Mitarbeitende in der Verwaltung
Somit bietet FORTHEM ein lebendiges Ökosystem, das Bildung, Forschung, Innovation und Gesellschaft auf lokaler, regionaler und europäischer Ebene verbindet.
FORTHEM an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
FORTHEM ist ein zentraler Baustein der Internationalisierungsstrategie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Als Gründungsmitglied der europäischen Hochschulallianz arbeitet die JGU gemeinsam mit acht Partneruniversitäten daran, einen gemeinsamen europäischen Hochschulraum zu gestalten, in dem Studieren, Lehren, Forschen und Wissenstransfer über Ländergrenzen hinweg selbstverständlich werden.
"Nach bereits zwei erfolgreichen Förderungen freuen wir uns sehr über die erneute Anerkennung unseres Engagements für FORTHEM. Wir danken der EU für das Vertrauen in unsere Vision einer Europäischen Universität", betont JGU-Präsident Prof. Dr. Georg Krausch. "Wir haben in FORTHEM über die Jahre hinweg tragfähige Partnerschaften aufgebaut, in denen wir voneinander und miteinander lernen und aus denen bereits zahlreiche Kooperationen in Lehre und Forschung hervorgegangen sind."
Und Prof. Dr. Stephan Jolie, JGU-Vizepräsident für Studium und Lehre, ergänzt: "In der neuen Förderperiode wird es darum gehen, erfolgreiche Formate weiter zu stärken und noch fester im Studien- und Arbeitsalltag unserer Universitäten zu verankern. Davon profitieren vor allem unsere Studierenden, denen sich dadurch immer mehr Möglichkeiten für gemeinsames Lernen und internationale Erfahrungen eröffnen."