Elke und Franz Waldeck-Stiftung fördert Elementare Musikpädagogik an der Hochschule für Musik Mainz

Neue Treuhandstiftung unter dem Dach der Johannes Gutenberg-Universitätsstiftung errichtet / Stifterin Elke Waldeck begleitet Projekte der Stiftung

24.05.2024

Im Bewusstsein der sozialen und gesellschaftlichen Bedeutung musischer Bildung richtet die neu gegründete Elke und Franz Waldeck-Stiftung ihren Fokus auf den Studienbereich Elementare Musikpädagogik an der Hochschule für Musik Mainz. "Wir freuen uns sehr über diese neue Treuhandstiftung unter dem Dach der Johannes Gutenberg-Universitätsstiftung und dabei insbesondere auch über ihre thematische Zielsetzung", erklärt der Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU), Prof. Dr. Georg Krausch. "Denn unsere Musikhochschule verfügt mit der einmaligen Zusammenführung von künstlerischer Praxis, Forschung und Lehre über ein besonderes Profil. Gerade die Elementare Musikpädagogik wirkt im Sinne der neuen Stiftung in Gesellschaft und Kultur, indem das Studium für eine abwechslungsreiche berufliche Tätigkeit an Musikschulen, an privaten und kommunalen Bildungs- und Betreuungseinrichtungen sowie für Kooperationsprojekte mit allgemeinbildenden Schulen oder mit Kulturinstitutionen qualifiziert."

Prof. Dr. Franz Waldeck (1935-2013) war nach Medizinstudium und Assistententätigkeit ab 1960 am Physiologischen Institut der JGU tätig, dort habilitierte er sich im Jahr 1966 im Fach Physiologie. Ab 1967 verfolgte er seine Karriere bei Boehringer Ingelheim weiter, wo er mit Leitungsfunktionen betraut wurde. Ab 1978 war Prof. Dr. Franz Waldeck in der Unternehmensleitung für den Bereich Forschung und Entwicklung weltweit verantwortlich. Nach seinem Ausscheiden bei Boehringer Ingelheim 1993 bis zu seinem Tod im Jahr 2013 war er Anteilseigner und Geschäftsführer der TRACOE Medical GmbH mit heutigem Sitz in Nieder-Olm, einem Unternehmen, das sich auf die Herstellung und den Vertrieb von Medizinprodukten im Bereich der Atemwegs- und Tracheostomieversorgung spezialisiert hat. Seit Oktober 2021 ist TRACOE die Tracheostomiemarke von Atos Medical in Malmö, Schweden.

Nach dem Tod ihres Gatten begann Elke Waldeck ihre stifterische Tätigkeit: Im Jahr 2016 gründete sie die nicht rechtsfähige Prof. Dr. Franz Waldeck-Stiftung, die vom Deutschen Stiftungszentrum betreut wird. Sie fördert national und international insbesondere Projekte, Einrichtungen und Organisationen, die benachteiligten Kindern und jungen Menschen Unterstützung und Orientierung bieten. Darüber hinaus unterstützt die Stiftung Denkmalschutz-Maßnahmen.

Über das Programm "Deutschlandstipendium" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung kam der Kontakt zur JGU zustande: Die Prof. Dr. Franz Waldeck-Stiftung gehört zu den Förderern des Programms an der JGU.

"Es ist mein Wunsch, nun über das Deutschlandstipendium hinaus an der JGU zu fördern", erklärt die Stifterin Elke Waldeck. "Dabei ist es mir ein besonderes Anliegen, die Tätigkeit und die Projekte der Stiftung zu begleiten."

Die Elke und Franz Waldeck-Stiftung wurde daher als Verbrauchsstiftung errichtet. Verbrauchsstiftungen können nicht nur aus den Erträgen des Stiftungskapitals fördern, sondern dürfen unter bestimmten Voraussetzungen auch ihr Kapital aufzehren. "Eine solche Stiftung ist eine gute Möglichkeit, stifterisches Engagement effizient zu gestalten. Vorteilhaft ist auch, dass Mittel für Projektförderungen unmittelbar von Beginn an zur Verfügung stehen", so Dr. Ullrich Fechner, Vorstandsvorsitzender der Johannes Gutenberg-Universitätsstiftung. "Zudem profitiert die Stiftung als Treuhandstiftung der JGU von der Stiftungsverwaltung durch die Johannes Gutenberg-Universitätsstiftung."

Den Beirat der neuen Stiftung bilden die Stifterin Elke Waldeck, die Leitung des Studienbereichs Elementare Musikpädagogik an der Hochschule für Musik, die Geschäftsführerin der Hochschule für Musik, Dr. Carolin Lauer, sowie die Kanzlerin der JGU, Dr. Kerstin Burck.

Die Dachstiftung: Johannes Gutenberg-Universitätsstiftung

Gegründet Ende 2004 unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz, verwaltet die Johannes Gutenberg-Universitätsstiftung nun 39 unselbstständige Stiftungen mit einem Kapital von rund zehn Millionen Euro.

Privatpersonen, Institutionen und Unternehmen eröffnet die JGU-Stiftung zahlreiche unbürokratische Möglichkeiten innovativen und effizienten Stifterengagements. Über die Form der Mitwirkung, also die Beteiligung durch Spenden, Zustiftungen ohne Mindestbetrag oder die Errichtung einer eigenen Treuhandstiftung, können die Stifterinnen und Stifter selbst entscheiden. "Die Johannes Gutenberg-Universitätsstiftung macht das Stiften leicht und gewährt viele Vorteile", erklärt der Vorstandsvorsitzende der JGU-Stiftung, Dr. Ullrich Fechner. "Kompetente Beraterinnen und Berater begleiten den Stiftungsvorgang und helfen bei allen notwendigen Schritten. Darüber hinaus übernimmt die Universitätsstiftung die Stiftungsverwaltung und garantiert eine kompetente Verwaltung des Vermögens."