Johannes Gutenberg-Universität Mainz erlässt Rahmenpüfungsordnung für berufsbegleitende und praxisorientierte Kontaktstudien

Hochschulsenat stärkt Verbindlichkeit, Transparenz und Flexibilität der Kontaktstudiengänge

14.12.2012

Mehr Verbindlichkeit, mehr Transparenz, mehr Durchlässigkeit: Für die Kontaktstudien der wissenschaftlichen Weiterbildung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) hat der Senat der Universität jetzt eine Rahmenprüfungsordnung erlassen. Damit können Absolventinnen und Absolventen nicht nur Leistungspunkte nach dem European Credit Transfer System (ECTS) erwerben, sie haben auch die Möglichkeit, sich die erworbenen Punkte für fachverwandte weiterbildende Masterstudiengänge anrechnen zu lassen. "Mit der Verabschiedung dieser Prüfungsordnung wird der Abschluss in einem Kontaktstudium zu einem Baustein im Lebenslangen Lernen an der Hochschule", erklärt Prof. Dr. Mechthild Dreyer, Vizepräsidentin für Studium und Lehre der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. "Zudem bietet diese Prüfungsordnung den Absolventinnen und Absolventen eine deutliche Verbesserung der Flexibilität für zukünftige Studienplanungen." Am Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung (ZWW) der JGU werden aktuell die Kontaktstudien "Sprachandragogik", "Bildungsberatung & Kompetenzentwicklung" sowie "Lehren lernen – lernen lehren" nach der neuen Ordnung angeboten.

Kontaktstudien sind Formate der wissenschaftlichen Weiterbildung unterhalb der Ebene "Weiterbildender Master". "Das Interesse an ihnen steigt stetig", so die Vizepräsidentin weiter. "Denn diese Studien sind berufsbegleitend und an der Praxis orientiert. Zudem werden die einzelnen Module meist in Blockseminaren angeboten. Der Zeitaufwand für ein Kontaktstudium ist zudem geringer als für einen Master."

Kontaktstudien eröffnen insbesondere auch Berufstätigen die Möglichkeit, ihr einmal erworbenes Wissen auf den neuesten wissenschaftlichen Stand zu bringen oder sich mit den neuesten Erkenntnissen der Wissenschaften vertraut zu machen. Teilnehmen können in der Regel Personen, die einen ersten Hochschulabschluss haben oder die erforderliche Eignung im Beruf oder auf andere Weise erworben haben. "Ziel eines Kontaktstudiums ist es", so Dreyer, "das in einer Erstausbildung und im Rahmen beruflicher Erfahrung erworbene Wissen zu erneuern, zu erweitern und zu vertiefen oder Erwachsene auf neben- und nachberufliche Tätigkeiten vorzubereiten."