Zwischen Exzellenz und Jubiläum: Johannes Gutenberg-Universität Mainz startet ins Wintersemester 2026/2027

Vorlesungsbeginn für rund 29.500 Studierende am 19. Oktober 2026 / Semesterstart im Exzellenzverbund der Rhein-Main-Universitäten mit Ausblick auf die feierliche Eröffnung des Jubiläums #550JahreUniMainz

12.10.2026

Aufregende Wochen liegen hinter und auch vor der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU): Die rund 29.500 Studierenden, die zum Wintersemester 2026/2027 an den Standorten in Mainz und Germersheim eingeschrieben sind, können sich auf eine weitere Stärkung des gemeinsamen Studienraums im Exzellenzverbund der Rhein-Main-Universitäten (RMU) freuen – befördert durch die positive Entscheidung in der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder. Zudem blickt die Universität, die in diesem Jahr den 80. Jahrestag ihrer Wiedereröffnung nach dem Zweiten Weltkrieg begangen hat, auf ein großes Jubiläum voraus: Die Urkunde, mit der Papst Sixtus IV. auf Bitten des Mainzer Erzbischofs Diether von Isenburg die Errichtung einer Universität in Mainz genehmigte und die als zentrales Gründungsdokument den Beginn der Vorbereitungen der Universitätsgründung markiert, datiert auf den 23. November 1476. 550 Jahre später feiert die Universität am 23. November 2026 den Auftakt des Jubiläumsjahrs #550JahreUniMainz im Hohen Dom zu Mainz, bevor dann im Jubiläumsjahr 2027 eine Vielzahl verschiedener Jubiläumsveranstaltungen folgen.

"Dieses Wintersemester startet unter ganz besonderen Vorzeichen", betont auch Prof. Dr. Stephan Jolie, Vizepräsident für Studium und Lehre an der JGU. "Gemeinsam mit unseren Partneruniversitäten in Frankfurt und Darmstadt konnten wir in der Exzellenzstrategie überzeugen und schlagen nun im Verbund der Rhein-Main-Universitäten ein neues Kapitel auf. Zugleich erwartet unsere Studierenden ein großes, buntes Jubiläumsjahr mit Höhepunkten im Dom, einem bunten Campusfest im Sommer 2027 und einem feierlichen Festakt im November 2027 im Staatstheater Mainz."



Lebendiger Campus, Pfotenpause, Theaterbesuch

Außerdem hat sich auf dem Gutenberg-Campus in den vergangenen Wochen und Monaten einiges getan: Durch den Botanischen Garten führt ein neuer Hauptweg, der nicht nur funktional in Sachen Entwässerung, Dauerhaftigkeit und Nachhaltigkeit überzeugt, sondern auch vollständig barrierefrei angelegt ist. Ein Motion Trail, der in insgesamt elf Stationen über den Campus leitet, lädt ebenso zur Bewegung ein wie ein modernes Zentrum für gerätegestütztes Fitnesstraining mit Service-Point, Loungebereich und einer großzügigen Terrasse für Outdoor-Trainingseinheiten.

"Unsere Studierenden verbringen viel Zeit auf dem Campus – in Vorlesungen und Seminaren, aber natürlich auch in außercurricularen Veranstaltungen oder einfach in gemeinsamer Freizeit mit Kommiliton:innen und Freund:innen. Das ist der Vorteil einer Campus-Universität mit kurzen Wegen – hier ist alles an einem Platz", betont JGU-Vizepräsident Prof. Dr. Stephan Jolie. "Dieses aktive Erleben des Campus als Lebensraum unterstützen wir nach Kräften, indem wir den Campus offen und einladend gestalten und verschiedenste Möglichkeiten bieten, das Campusflair auch außerhalb von Studium und Lehre mitzugestalten – sei es in unseren Hochschulgruppen, die jedes Semester Theaterstücke und Musicals auf die Bühne bringen, in den diversen Angeboten des Unisports oder durchs Gärtnern in unserem Campusgarten. Und der Campus bietet noch so viel mehr."

Für Lernpausen ist gerade ein ganz neues Pilotprojekt gestartet – die JGU-Pfotenpause. Studierende haben hier die Möglichkeit, im Umgang mit speziell ausgebildeten Hunden den Kopf freizubekommen, das eigene Stressempfinden zu senken und damit das individuelle Wohlempfinden zu steigern. Nicht zuletzt bieten Cian und Juni, die beiden Besuchshunde an der JGU, soziale Unterstützung, verringern Einsamkeit und können Symptome von Depressionen und Angststörungen abschwächen. Die JGU-Pfotenpause ist ein Angebot des Projekts "Healthy Campus Mainz" und läuft zunächst von Oktober bis Dezember 2026.

Und auch jenseits des Campus gibt es für Studierende interessante Angebote, wie etwa das "HOP ON"-Ticket im Staatstheater Mainz, das jungen Menschen im Studium, in der Ausbildung oder im Freiwilligendienst kulturelle Teilhabe, Austausch und Begegnung ermöglicht – für nur 5 Euro pro Theaterkarte, inklusive Gastropauschale. Das bundesweit einzigartige Modell wird finanziert durch die Mainzer Wissenschaftsstiftung, die Alexander Karl-Stiftung, die J. Molitor Immobilien GmbH, die Dyckerhoff GmbH, die Rheinhessen Sparkasse, die LBBW und die Schott AG.

Studienstart für rund 3.300 Erstsemester

Von diesen und vielen weiteren JGU-Angeboten profitieren im Wintersemester 2026/2027 rund 29.500 Studierende (Vorjahreswert im Wintersemester 2025/2026: 29.454 gemäß amtlicher Statistik). Damit bleiben die Studierendenzahlen stabil. Die Universität rechnet mit rund 3.300 Einschreibungen von Personen, die erstmals ein Studium an einer deutschen Hochschule aufnehmen (Einschreibungen ins erste Hochschulsemester; Vorjahreswert: 3.533 Einschreibungen gemäß amtlicher Statistik). Bei den Einschreibungen ins 1. Fachsemester (Neueinschreibungen) wird mit einem Wert gerechnet, der leicht unter dem entsprechenden Wert des Vorjahres liegt (Vorjahreswert: 6.046 Einschreibungen). Die Einschreibungen dauern aktuell noch an.

"Dass sich auch in diesem Semester wieder mehr als 3.000 Studienanfänger:innen für die JGU entschieden haben, ist für uns ein schöner Beleg, dass wir als attraktiver Studienort mit interessanten Studiengängen und extracurricularen Angeboten wahrgenommen werden, den junge Menschen für die prägende Zeit ihres Studiums auswählen", freut sich JGU-Präsident Prof. Dr. Georg Krausch. "Wir bieten unseren Studierenden in allen Fachbereichen ein zukunftsorientiertes Studium, in dem sie eingeladen sind, stets über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen – sei es in Nachbardisziplinen, in unser wachsendes Zertifikatsprogramm oder in außercurriculare Aktivitäten auf dem Campus, sei es in Möglichkeiten, die ihnen unser Exzellenzverbund der Rhein-Main-Universitäten oder auch unsere europäische Hochschulallianz FORTHEM bieten. Wir investieren in die Köpfe und das Wissen von morgen und damit in unser aller Zukunft."

Gut informiert ins Studium starten

Die Fächer und zentralen Beratungseinrichtungen der JGU ermöglichen den Studienanfängerinnen und Studienanfängern im Wintersemester 2026/2027 eine Einführungswoche mit allen relevanten Informationen und zahlreichen Hilfestellungen zum Studienstart. Zudem informiert die Zentrale Studienberatung der JGU auf ihrer Studienstart-Webseite über fachspezifische und fächerübergreifende Angebote.

Bereits seit Mitte September können sich Studienanfängerinnen und -anfänger in digitalen Vorträgen und Fragerunden mit Studienbotschafterinnen und -botschaftern über wichtige erste Schritte an der Universität informieren. An diesen stark nachgefragten Veranstaltungen sowie an den Campusführungen haben rund 1.500 Erstsemester-Studierende teilgenommen, um bestmöglich auf den Start in die Einführungswoche vorbereitet zu sein.

In der Einführungswoche vom 12. bis 16. Oktober 2026 erhalten Erstsemesterstudierende Antworten auf all ihre Fragen rund um den Studienstart. In der barrierefreien roten Infobox ist das Team der Zentralen Studienberatung von Montag bis Mittwoch jeweils von 9 bis 14 Uhr vor Ort. In den fachspezifischen Einführungsveranstaltungen informieren Lehrende und Fachschaften aller Fächer über Inhalte und Ablauf, Tipps und Tricks zum Fachstudium und machen die Erstsemesterstudierenden mit dem Campus vertraut.

Studiengänge überwiegend frei zugänglich

Im Wintersemester 2026/2027 ermöglicht die JGU die Einschreibung in insgesamt 278 Studiengänge. Hiervon sind 120 grundständige Studiengänge (Bachelor, Staatsexamen, Diplom, Magister theologiae, kirchliche Abschlüsse), 138 weiterführende Master- sowie 14 weiterbildende und 6 Aufbaustudiengänge. Von diesen 278 Studiengängen sind insgesamt 52 zulassungsbeschränkt (einschließlich Medizin, Zahnmedizin und Pharmazie). Die überwiegende Zahl der Studiengänge an der JGU ist frei zugänglich, also ohne Numerus clausus.

Der mit Abstand am meisten nachgefragte grundständige Studiengang mit örtlichen Zulassungsbeschränkungen ist der Bachelorstudiengang Psychologie (B.Sc., 18 Bewerbungen je Studienplatz). Wie immer stark nachgefragt sind die Staatsexamensstudiengänge Medizin, Zahnmedizin und Pharmazie, deren Studienplätze bundesweit zentral durch die Stiftung für Hochschulzulassung vergeben werden. Auf Medizin entfallen rund 98 Bewerbungen auf jeden verfügbaren Studienplatz an der JGU sowie 543 Bewerbungen auf jeden verfügbaren Studienplatz am Medizinstandort Trier, wobei sich diese hohe Zahl aufgrund der geringeren Studienplatzkapazitäten am Standort Trier ergibt. In der Zahnmedizin sind es rund 160 Bewerbungen je Studienplatz und in Pharmazie rund 52 Bewerbungen je Studienplatz. Bei den Masterstudiengängen führen die Rangliste der begehrtesten Studiengänge die Masterstudiengänge Klinische Psychologie und Psychotherapie, Rechtspsychologie sowie Psychologie – Kindheit und Jugend (M.Sc. – 47 bzw. bzw. 16 bzw. 19 Bewerbungen je Studienplatz) an, gefolgt von den biowissenschaftlichen Studiengängen Neuroscience (M.Sc., 13 Bewerbungen je Studienplatz) und Molekulare Biotechnologie (M.Sc., 11 Bewerbungen je Studienplatz).

In den zulassungsfreien grundständigen Studiengängen sind – gemessen an den Einschreibungen im ersten Fachsemester – in den Ein-Fach-Bachelorstudiengängen Geographie (B.Sc., 106 Einschreibungen), Informatik (B.Sc., 99 Einschreibungen) und Chemie (B.Sc., 98 Einschreibungen), im Lehramtsbachelor die Fächer Englisch (204 Einschreibungen) und Deutsch (147 Einschreibungen) und im Zwei-Fach-Bachelor die Fächer Erziehungswissenschaft und Philosophie mit 217 und 146 Einschreibungen (Summe der Einschreibungen in Kern- und Beifach) am stärksten frequentiert. In den zulassungsfreien Mastern führen im Lehramt Deutsch (86 Einschreibungen) und Englisch (60 Einschreibungen) die Liste an. Die am stärksten nachgefragten zulassungsfreien Nicht-Lehramtsmaster sind die Master Erziehungswissenschaft (M.A., 76 Einschreibungen), Translation am Standort Germersheim (M.A., 56 Einschreibungen) und Quantitative Decision Making in Economics and Management (M.Sc., 39 Einschreibungen).