Stiftung Kinderkrebsforschung verleiht Lina Marguerite Siebert-Preis 2008

Preis wird für hervorragende Ergebnisse auf dem Gebiet der Zelltod-Forschung bei Leukämien von Kindern vergeben

16.06.2008

Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung hat die Stiftung Kinderkrebsforschung am vergangenen Samstag bereits zum zehnten Mal den Lina Marguerite Siebert-Preis für hervorragende Forschung auf dem Gebiet der Krebserkrankungen bei Kindern und Jugendlichen verliehen. Dr. Ryta Brzezinska vom Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin der Uniklinik Mainz erhält den mit 6.000 Euro dotierten Preis für ihre Arbeit auf dem Gebiet der Ultraschalluntersuchung bei Neurofibromatose. Sie hat mit Hilfe einer hochauflösenden Sonographie ein Screening-, ein Diagnostik- und ein Klassifikationsprogramm bei einer großen Gruppe von Patienten mit dieser Erkrankung durchgeführt und konnte mit den daraus gewonnenen Erkenntnissen eine Basis für eine bessere Früherkennung und der damit verbundenen genaueren Prognostizierbarkeit bei Patienten mit Neurofibromatose schaffen.

"Die Vorgehensweise von Dr. Ryta Brzezinska und die Ergebnisse haben uns als Jury überzeugt", gratulierte Prof. Dr. Peter Gutjahr, Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung Kinderkrebsforschung Mainz und gleichzeitig Leiter der Pädiatrischen Onkologie und Hämatologie im Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, in seiner Laudatio. Vor der Verleihung des Preises wurden aktuell geförderte Projekte der Stiftung Kinderkrebsforschung vorgestellt.

Die Stiftung Kinderkrebsforschung Mainz fördert Maßnahmen zur Verbesserung der Situation krebskranker Kinder. Sie wurde 1998 gegründet und basiert auf dem Nachlass von Lina Marguerite Siebert. In dieser Zeit wurden zahlreiche Projekte gefördert, die neue Erkenntnisse zum Thema Kinderkrebs gebracht haben: in Form von Dissertationsarbeiten, durch Stipendien und über Einzelprojekte.