Peter Hammerschmidt erhält Förderpreis Opus Primum der VolkswagenStiftung

Historiker wird für seine Klaus Barbie-Biografie und Enthüllungen über deutsche Geheimdienste ausgezeichnet

13.11.2014

Die VolkswagenStiftung hat den Historiker Peter Hammerschmidt für die beste wissenschaftliche Nachwuchspublikation 2014 mit dem mit 10.000 Euro dotierten Förderpreis Opus Primum ausgezeichnet. Wie die VolkswagenStiftung dazu mitteilt, ist Peter Hammerschmidt mit seiner Dissertation, mit der er an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) promoviert hat und die die Grundlage des jetzt prämierten Erstlingswerks des Historikers bildet, Außergewöhnliches gelungen. Hammerschmidt erhielt nach vielen vergeblichen Anläufen Einblick in bislang verschlossene Akten der Geheimdienste und es gelang ihm, die Memoiren des Kriegsverbrechers Klaus Barbie aufzuspüren. In dem kürzlich erschienenen Buch "Deckname Adler" wird die Nachkriegskarriere des nach Bolivien entkommenen "Schlächters von Lyon" rekonstruiert und die skandalöse Rolle von BND und Verfassungsschutz aufgezeigt. Die VolkswagenStiftung würdigte insbesondere Hammerschmidts wissenschaftliche Sorgfalt beim Umgang mit den Quellen.

Peter Hammerschmidt, geboren 1986, hat in den Jahren 2006 bis 2011 an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz Geschichte studiert und anschließend promoviert. Das Thema seiner Dissertation im Jahr 2014 war "Die Nachkriegskarriere des 'Schlächters von Lyon'. Klaus Barbie und die westlichen Nachrichtendienste". Betreuender Doktorvater war PD Dr. habil. Michael Müller von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Korreferent war Prof. em. Dr. Jost Dülffer von der Universität zu Köln. Peter Hammerschmidt absolviert seit Januar 2014 den Vorbereitungsdienst für das Lehramt an Gymnasien.