Eine Million Studierende deutscher Hochschulen haben seit 1987 im ältesten europäischen Austauschprogramm wertvolle Auslandserfahrungen gesammelt
08.06.2026
Das europäische Austauschprogramm Erasmus+ feiert mit der Aktionswoche "One in One Million" in diesen Tagen einen bedeutenden Meilenstein: Deutsche Hochschulen haben seit Start des Programms im Jahr 1987 eine Million Studierende ins Ausland entsendet. Diese große Zahl verdeutlicht die nachhaltige Wirkung von Erasmus+ für Studierende, Hochschulen und die europäische Gesellschaft. Mit der Social-Media-Aktion #OneInOneMillion würdigt die Nationale Agentur für Erasmus+ Hochschulzusammenarbeit (NA DAAD) die Erfolgsgeschichte des europäischen Austauschprogramms an deutschen Hochschulen.
"Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz gratuliert dem Erasmus+ Programm zum großartigen Jubiläum – und zu einer einzigartigen europäischen Erfolgsgeschichte. Unsere Universität ist von Beginn an aktiver Partner und Unterstützer von Erasmus+, auch mehrfach ausgezeichnet mit dem Erasmus-Qualitätssiegel E-Quality", betont JGU-Präsident Prof. Dr. Georg Krausch. "Wir danken der Nationalen Agentur und der Europäischen Kommission für die bald 40-jährige Kooperation, über die wir unseren Studierenden wertvolle internationale Erfahrungen ermöglichen können."
Clemens Max Einig vertritt die JGU bei der Aktion "One in One Million"
Student Clemens Max Einig ist das Gesicht der JGU in der Jubiläumsaktion "One in One Million" – stellvertretend für die vielen Mainzer Studierenden, die im Laufe der Zeit mit Erasmus+ Förderung im Ausland studiert haben. Einig hat im Wintersemester 2025/2026 ein Erasmus+ Semester an der Universität Pécs in Ungarn absolviert. Dabei wurde seine Anreise nach Ungarn, die er mit dem Fahrrad und öffentlichen Verkehrsmitteln absolvierte, zusätzlich durch das Green-Travel-Programm von Erasmus+ gefördert.
"Mein Erasmus+ Austausch war für mich eine großartige Erfahrung", berichtet Clemens Einig. "Ich habe so viele neue Leute aus verschiedenen Kulturen kennengelernt und hatte die Chance, in einem anderen Land und in einer anderen Sprache zu leben und zu studieren. Es war einfach ein riesiges Abenteuer, ein halbes Jahr an einem anderen Ort wirklich zu wohnen statt nur als Tourist dort unterwegs zu sein – eine unvergessliche, richtig tolle Zeit."
Europaweite Vernetzung mit Tradition und Zukunft
Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist seit 1987 als Erasmus+ Hochschule akkreditiert, wobei Erasmus für "European Action Scheme for the Mobility of University Students" steht. Allein in den vergangenen zehn Jahren wurden rund 10.000 Studierende der JGU durch Erasmus+ gefördert. Dabei zählen Frankreich, Spanien, Italien, das Vereinigte Königreich und Schweden zu den gefragtesten Zielländern. Die beliebtesten Gast-Universitäten für JGU-Studierende sind die Université Bourgogne Europe in Dijon in Frankreich und die Universitat de València in Spanien. Beide Partneruniversitäten sind schon seit Beginn des Erasmus+ Programms eng mit der JGU verbunden, seit 2019 auch in der europäischen Hochschulallianz FORTHEM.
Den größten Anteil der Erasmus+ Outgoing-Studierenden stellt der Fachbereich 05 – Philosophie und Philologie der JGU. Dies ist unter anderem auf langjährig etablierte Kooperationen und gemeinsame Studienprogramme wie den deutsch-französischen Cursus Intégré zurückzuführen.
Erasmus+ für Studierende, Lehrende und Hochschulpersonal
Das Erreichen der Marke von einer Million von deutschen Hochschulen entsandten Studierenden unterstreicht den Erfolg von Erasmus+ als das älteste und eines der bedeutendsten europäischen Bildungsprogramme der Europäischen Union. Gestartet 1987 vor allem als Austauschprogramm für Studierende, unterstützt Erasmus+ mittlerweile zudem viele grenzüberschreitende Projekte in verschiedenen Bereichen der Bildung. Neben Studierenden profitieren davon auch Schülerinnen und Schüler, Lehrende und Hochschulpersonal. Gegenwärtig beteiligen sich alle 27 EU-Mitgliedsstaaten sowie Island, Norwegen, Liechtenstein, die Türkei, Serbien und Nordmazedonien am Erasmus+ Programm, ab 2027 auch wieder das Vereinigte Königreich. Damit leistet Erasmus+ einen wichtigen Beitrag zu einem offenen, vernetzten und zukunftsfähigen Europa und ermöglicht Generationen von Studierenden wertvolle internationale Erfahrungen.
Derzeit planen mehr als 770 Studierende der JGU einen Erasmus+ Auslandsstudienaufenthalt im akademischen Jahr 2026/2027. Außerdem erwartet der EU-Servicepoint rund 150 Bewerbungen für ein Erasmus+ Praktikumsstipendium für diesen Zeitraum. Für das akademische Jahr 2026/2027 stehen der JGU allein für die Erasmus+ Studierendenmobilität voraussichtlich mehr als drei Millionen Euro zur Verfügung. Die JGU unterhält bilaterale, fachbezogene Abkommen mit mehr als 400 europäischen Universitäten.
Zahlen, Daten und Fakten zu Erasmus+ an deutschen Hochschulen:
- Gesamtteilnehmer: über 17 Millionen Menschen seit 1987
- Entsendete Erasmus-Studierende deutscher Hochschulen seit 1987: 1.000.000
- Gesamtzahl der Geförderten 2025: 100.000
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- Geförderte ins Ausland: 62.000
- Geförderte nach Deutschland: 38.000
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- Anzahl beteiligter Hochschulen 2025: 337 Hochschulen mit über 400 Projektkoordinierenden
- Fördervolumen 2025: über 250 Millionen Euro
- Beliebteste Zielländer: Spanien, Frankreich, Italien
- Aktivste Fachbereiche: Wirtschaft, Verwaltung und Recht; Geisteswissenschaften und Künste; Ingenieurwesen, verarbeitendes Gewerbe und Baugewerbe