Mita Banerjee zur Direktorin des Gutenberg Forschungskollegs gewählt

Zentrale Einrichtung zur Förderung der Spitzenforschung an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz hat neue Führung / Tobias Bopp ist stellvertretender Direktor

21.11.2023

Das Gutenberg Forschungskolleg (GFK) hat eine neue Führungsspitze. In seiner gestrigen Sitzung hat das GFK-Leitungsgremium Prof. Dr. Mita Banerjee, Professorin am Obama Institute für Transnational American Studies der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU), zur neuen Direktorin gewählt und Prof. Dr. Tobias Bopp, Professor für Molekulare Immunologie an der Universitätsmedizin der JGU, zum neuen stellvertretenden Direktor. Banerjee war bisher stellvertretende GFK-Direktorin. Sie folgt nun als Direktorin auf Prof. Dr. Siegfried Waldvogel, der die JGU Ende vergangenen Monats verlassen hat, um Direktor am Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion in Mülheim an der Ruhr zu werden. Bopp war bisher stellvertretendes Mitglied des GFK-Leitungsgremiums und ist unter anderem einer der Sprecher des Forschungsverbunds EMTHERA (Emerging therapeutic strategies against infections, inflammation, and immune-mediated diseases), mit dem sich die JGU und die Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt in der "Exzellenzstrategie" um Förderung als Exzellencluster bewerben.

"Wir wollen in den kommenden Jahren unseren Weg fortsetzen und das JGU-Präsidium weiterhin kritisch und konstruktiv begleiten", sagt Mita Banerjee. "Für die nächste Zeit denke ich dabei insbesondere an die Exzellenzstrategie, wo wir nicht nur weiterhin die Initiativen für Exzellenzcluster beraten werden, sondern uns auch einbringen wollen, wenn – wie wir alle hoffen – die JGU im Verbund der Rhein-Main-Universitäten einen Antrag auf Förderung als Exzellenzuniversität stellen wird. In diesem Prozess sehe ich es als großen Vorteil der JGU, dass wir hier mit dem GFK und unseren Partnerkollegs GLK und GNK etablierte Expertengremien haben, die das Präsidium in strategischen Fragen beraten können."

"Wir danken Siegfried Waldvogel für seine hervorragende Arbeit in seinen vier Jahren als GFK-Direktor", sagt Prof. Dr. Stefan Müller-Stach, der Vizepräsident für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs der JGU. "Das GFK ermöglicht durch die Vergabe von Fellowships an herausragende Forscherinnen und Forscher sowie Künstlerinnen und Künstler immer wieder exzellente Berufungen an die JGU und setzt dadurch wichtige Impulse für deren Entwicklung. In Waldvogels Amtszeit ist es gelungen, dieses Instrument weiter zu verbessern und strategisch bedeutsame Professuren noch stärker in den Mittelpunkt der GFK-Förderung zu stellen."

Sicht erfahrener Forscherinnen und Forscher auf die gesamte Universität

Gegründet im Jahr 2007, ist das GFK neben dem Gutenberg Lehrkolleg (GLK) und dem Gutenberg Nachwuchskolleg (GNK) eines von drei Exzellenzkollegs an der JGU. Sein Leitungsgremium mit je zehn stimmberechtigten und stellvertretenden Mitgliedern hat eine zentrale Rolle bei der Förderung der Spitzenforschung an der Hochschule. Es holt und bindet exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Künstlerinnen und Künstler durch sogenannte Fellowships an die JGU und berät die Hochschulleitung sowie die Fachbereiche in strategischen Fragen, etwa bei der Förderung von Forschungsschwerpunkten, der Antragstellung in Exzellenzwettbewerben und der Neustrukturierung von Instituten. "Im Präsidium sind wir immer wieder froh über die hilfreiche Beratung durch das GFK als Gremium, in dem die Mitglieder nicht nur ihre eigenen Bereiche und deren legitime Interessen im Blick haben, sondern auch aus Sicht erfahrener Forscherinnen und Forscher auf die gesamte Universität blicken und deren Entwicklung vorantreiben", sagt Vizepräsident Müller-Stach.

Die Mitglieder des GFK-Leitungsgremiums werden unter anderem von den Fachbereichen und den künstlerischen Hochschulen der JGU vorgeschlagen und vom Universitätspräsidenten im Einvernehmen mit dem Senat ernannt. Eine Mitgliedschaft ist in der Regel auf zwei Amtsperioden zu je drei Jahren beschränkt. Im Leitungsgremium sind fast alle Fachbereiche der JGU vertreten. Auch das das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB), das Institut für Molekulare Biologie (IMB) und das Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPI-P) stellen derzeit Mitglieder.