Land fördert leistungsfähiges Hochleistungsrechencluster an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz mit bis zu 9,6 Millionen Euro

Investition in zukunftsweisende Forschung im Bereich Datenanalyse auf höchstem wissenschaftlichen Niveau

08.01.2026

GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG DES MINISTERIUMS FÜR WISSENSCHAFT UND GESUNDHEIT (MWG) UND DER JOHANNES GUTENBERG-UNIVERSITÄT MAINZ

Leistungsfähige Rechenkapazitäten werden heute in einer Vielzahl von Wissenschaftsdisziplinen benötigt, um umfangreiche Datenmengen – etwa aus der Physik, der Biotechnologie oder der Künstlichen Intelligenz – vor dem Hintergrund spezifischer Forschungsfragen effizient auswerten zu können. Um Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern dauerhaft verlässliche und leistungsfähige Rechenkapazitäten zur Verfügung stellen zu können, sind kontinuierliche Investitionen in die entsprechende Infrastruktur erforderlich. Mit einer Förderung von bis zu 9,6 Millionen Euro beabsichtigt das Land Rheinland-Pfalz, die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) gezielt bei Investitionen in die Recheninfrastruktur des Verbunds des Nationalen Hochleistungsrechnens (NHR) zu unterstützen und leistet damit einen entscheidenden Beitrag zur Deckung des stetig wachsenden Bedarfs an High-Performance-Computing-Kapazitäten (HPC-Kapazitäten). Für das Jahr 2025 standen zunächst 750.000 Euro zur Verfügung. Die Auszahlung der restlichen Fördersumme erfolgt bis 2030 in jährlichen Fördertranchen – vorbehaltlich der künftigen Zustimmung des Haushaltsgesetzgebers. Die JGU investiert zusätzlich rund 3,65 Millionen Euro.

Katharina Heil, Ministerialdirektorin im Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit, zeigte sich im Rahmen der Bescheidübergabe an den Präsidenten der JGU, Prof. Dr. Georg Krausch, sehr erfreut: "Die JGU zählt bundesweit zu den sichtbarsten Standorten im Hochleistungsrechnen. Exzellente Forschende und eine leistungsfähige Hochleistungsrechner-Infrastruktur bilden dabei eine starke Grundlage, die durch die bis 2030 in Aussicht gestellte Fördersumme von bis zu 9,6 Millionen Euro weiter gezielt ausgebaut werden kann, um auch in den kommenden Jahren zukunftsweisende Forschung auf höchstem Niveau durchzuführen."

"Eine leistungsstarke Forschungsinfrastruktur in Form von hochmodernen Supercomputern ist heute Grundvoraussetzung in vielen wissenschaftlichen Disziplinen, denn komplexe und umfangreiche Datenanalysen sowie aufwendige Simulationsberechnungen benötigen große Rechenkapazitäten", betont auch JGU-Präsident Prof. Dr. Georg Krausch. "Das geförderte NHR-HPC-System an der JGU erweitert die verfügbaren Ressourcen für datenintensive und rechenaufwendige Forschung und steht über den Verbund NHR Süd-West bundesweit Forschenden deutscher Universitäten zur Verfügung."

Als eines von deutschlandweit neun Zentren im Verbund des NHR stellt die Johannes-Gutenberg-Universität Mainz im gemeinsam mit der RPTU Kaiserslautern-Landau, der Goethe-Universität Frankfurt am Main und der Universität des Saarlandes betriebenen Zentrum NHR Süd-West bedarfsgerecht Hochleistungsrechenkapazitäten für Forschende an Hochschulen in Rheinland-Pfalz sowie im gesamten Bundesgebiet zur Verfügung. Die Förderung ermöglicht modernes, nachhaltiges und energieeffizientes Rechnen und bildet zugleich die Grundlage dafür, dass die JGU bis zum Jahr 2030 insgesamt rund 13,2 Millionen Euro in die Erneuerung und den Ausbau ihrer bestehenden HPC-Rechnerinfrastruktur im Rahmen des NHR investieren kann. Von dieser leistungsfähigen Infrastruktur können künftig nicht nur Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an der JGU, sondern Forschende im gesamten Land profitieren. Rheinland-Pfalz positioniert sich damit bundesweit als ein leistungsstarker, verlässlicher und sichtbarer Standort für Hochleistungsrechnen auf höchstem Niveau.