JGU zum achten Mal in Folge mit TOTAL E-QUALITY-Prädikat für Chancengleichheit und Diversity ausgezeichnet

Jury würdigt nachhaltige Chancengleichheitsstrategie und vielfältige Maßnahmen für eine diskriminierungsfreie und chancengerechte Universität

24.08.2026

Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) ist erneut mit dem TOTAL E-QUALITY-Prädikat für ihr nachhaltiges Engagement für Chancengleichheit und Vielfalt ausgezeichnet worden. Damit darf die JGU das Prädikat für die Jahre 2026 bis einschließlich 2028 und damit bereits zum achten Mal in Folge führen. Die Jury bescheinigt der Universität eine Chancengleichheitsstrategie, die die TOTAL E-QUALITY-Standards in den verschiedenen Aktionsfeldern hervorragend erfüllt. Gewürdigt wird insbesondere das nachhaltige Handeln der JGU im Sinne einer chancengleichheitsorientierten Personal- und Organisationspolitik.

"Dass wir das TOTAL E-QUALITY-Prädikat nun bereits zum achten Mal erhalten, bestätigt uns in unserem langfristigen Engagement für Chancengleichheit und Vielfalt. Gleichzeitig verstehen wir die Auszeichnung als Auftrag, bestehende Strukturen kontinuierlich weiterzuentwickeln. Unser Ziel ist eine Universitätskultur, in der alle Mitglieder der JGU unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Lebenssituation oder anderen individuellen Voraussetzungen ihre Potenziale bestmöglich entfalten können", erklärt der Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Prof. Dr. Georg Krausch.

Gleichstellung und Chancengerechtigkeit strukturell verankert

Besonders positiv bewertet die Jury die zahlreichen nachhaltigen und innovativen Maßnahmen, mit denen die JGU Chancengerechtigkeit in unterschiedlichen Bereichen vorantreibt. Dazu gehört der 2025 vom Senat verabschiedete Rahmenplan zur Gleichstellung der Geschlechter, der die Gleichstellungsarbeit an der Universität langfristig absichert. Auch Ergebnisse einer wiederholt durchgeführten Studierendenbefragung zur Diversitätsgerechtigkeit fließen in die Weiterentwicklung der Angebote ein. So wurden im Rahmen der Campus-Aktion "Vielfältig beraten" verschiedene Beratungs- und Unterstützungsangebote der JGU für Studierende und Promovierende gebündelt vorgestellt und stärker sichtbar gemacht.

Einen weiteren Schwerpunkt bildet die chancengerechte Gestaltung von Berufungsverfahren. Seit Juli 2025 unterstützt die Projektstelle "Gender- und diversitätsgerechte Berufungsverfahren" die Umsetzung entsprechender Maßnahmen und knüpft dabei an die HRK-Selbstverpflichtung "Auf dem Weg zu mehr Geschlechtergerechtigkeit bei Berufungen" an. Ergänzend bietet die JGU seit 2024 ein Anti-Bias-E-Learning-Tool für Mitarbeitende an, das für unbewusste Denkmuster und mögliche Verzerrungen sensibilisiert und sukzessive um praxisorientierte Übungen erweitert wird.

Prävention von Diskriminierung und Machtmissbrauch weiter ausgebaut

Die Jury hebt zudem das Maßnahmenportfolio der JGU zum Abbau von Diskriminierung und zur besseren Vereinbarkeit von Beruf, Studium und Privatleben hervor, wie beispielsweise den Runden Tisch zur Prävention von sexualisierter Belästigung an Mainzer Hochschulen, Angebote zur Sensibilisierung von Führungskräften sowie eine digitale Austauschmöglichkeit für pflegende Studierende innerhalb der Allianz der Rhein-Main-Universitäten (RMU).

TOTAL E-QUALITY-Prädikat seit 2005

Die JGU wurde erstmals 2005 mit dem TOTAL E-QUALITY-Prädikat ausgezeichnet. Es folgten erfolgreiche Wiederbewerbungen in den Jahren 2008, 2011, 2014, 2017, 2020 und 2023. Mit der erneuten Auszeichnung 2026 erhält die Universität das Prädikat damit zum achten Mal in Folge.

TOTAL E-QUALITY Deutschland e. V. zeichnet Organisationen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung sowie Verbände aus, die Chancengleichheit und Vielfalt nachhaltig in ihrer Personal- und Organisationspolitik verankern. Die Bewerbung erfolgt freiwillig auf Grundlage einer Selbstbewertung und wird von einer unabhängigen Jury geprüft. Das Prädikat wird jeweils für drei Jahre vergeben.